Am heutigen Sonntag, den 29.05.2016, hat der TSV Mistelbach 1909 e.V. Form und Fristgerecht Widerspruch gegen die Wertung des Relegationsspieles vom 28.05.2016 zwischen dem TSV Mistelbach 1909 e.V. sowie dem ATSV Münchberg-Schlegel eingelegt.

Auszug aus dem offiziellen Schreiben des TSV Mistelbach 1909 e.V.:

"[...] Widerspruch gegen die Wertung des Relegationsspieles vom 28.05.2016 zwischen dem TSV Mistelbach 1909 e.V. sowie dem ATSV Münchberg-Schlegel

Sehr geehrte Herren des Sportgerichts!

Gegen die Wertung des obengenannten Relegationsspieles legen wir hiermit Form und Fristgerecht Widerspruch ein.

Begründung:

Ca. in der 88. Spielminute entschied der Schiedsrichter Nico Mäusbacher beim Spielstand von 2:1 für den TSV Mistelbach auf Elfmeter für den ATSV Münchberg-Schlegel.

Vorausgegangen war folgende Situation:

Unser Torhüter Andre Dahms nahm den Ball im Fünfmeterraum auf um diesen mit einem Abschlag aus der Hand wieder ins Spiel zu bringen. Er lies hierzu den Ball einmal zu Boden prallen und nahm ihn wieder auf. Beim zweiten Mal des aufprallens auf den Boden spitzelte ein Spieler des ATSV Münchberg-Schlegel den Ball zur Strafraum Mitte hin weg. Unser Torhüter sowie der Münchberger Spieler versuchten dem Ball hinterher zu laufen. In dieser Situation griff unser Spieler Dahms dem Gegner in die Arme. Der gegnerische Spieler kam zu Fall und der Schiedsrichter entschied auf Strafstoß.

Die Entscheidung des Schiedsrichters auf Strafstoß stellt unseres Erachtens gemäß dem Regelwerk des DFB und dessen Auslegungen einen Regelverstoß dar.

Denn sobald der Torhüter den Ball in der Hand hält, darf dieser durch andere Spieler nicht gespielt werden. Es ist dabei in den Regelauslegungen der FIFA klar definiert, was mit dem Begriff „Halten“ gemeint ist. Demnach hält ein Torwart den Ball, wenn er ihn mit beiden Händen festhält, ihn mit einer Hand gegen eine Oberfläche - zum Beispiel am Boden oder gegen den eigenen Körper - hält, den Ball in der ausgestreckten offenen Hand hält, ihn auf den Boden prellt oder in die Luft wirft. In all diesen Situationen wird der Ball also vom Torwart kontrolliert und ist für andere Spieler nicht spielbar.

Der Schiedsrichter lies dieses Vergehen ungeahndet und entschied in der darauffolgenden Szene auf Strafstoß.

Laut dem DFB Fußballregeln 2015/2016 (Seiten 86-88) hätte der Schiedsrichter auf Unterbrechung der Situation und Fortsetzung des Spieles mit direktem Freistoß für den TSV Mistelbach entscheiden müssen.

Als Beweis für unsere Begründung fügen wir das Video von FuPa dieser E-Mail bei, aus der die beschriebene Situation hervorgeht.

Sollte das Video als Beweis nicht ausreichend sein so würde der TSV Mistelbach Zeugenaussagen von neutralen Personen nach Aufforderung durch das Sportgericht benennen. [...]"

 

Video bei FuPa Oberfranken -> hier klicken